Was können wir tun?

In erster Linie:
freundlich bleiben. Die bereits angekommenen Menschen brauchen unsere Unterstützung. Kleine, nicht zu dicht beieinander liegende Unterkünfte von - sagen wir mal -  unter 50 Personen sind in vielen Fällen sicher eine faire Wahl sowohl für  Einheimische als auch für Einwanderer / Flüchtlinge / Asylanten / oder Menschen in Not.

 

Überproportional steigende Kriminalität im Umfeld von Unterkünften und allgemein in der Stadt (gefühlt oder real) aufgrund von massiven Fremdeneinzug kann jedoch zu einer Ablehnung von neu geplanten Unterkünften führen. Der Staat, die Stadt, der Bezirk sind in diesen Fällen leider zumeist gegen jegliche gute Argumente immun. Davon soll man sich jedoch nicht abschrecken lassen, sondern seine legitimen Interessen und Ziele kreativ verfolgen. Hilfreich können Bürgerinitiativen sein - sie müssen es aber nicht per se. Leider entstand in der Vergangenheit immer wieder der Eindruck, dass bei einer staatlichen, unbeliebten Maßnahme die zu erwartende Bürgerinitiative gleich mitgeliefert werden kann.

 

Um einen geplanten Standort für Massen-Flüchtlingsunterkünfte doch noch zu verhindern hilft jedoch der Zusammenschluss von Betroffenen in einer Bürgerinitiative. Man sollte dabei sehr genau darauf achten, wer   der Initiator ist (seine Haltung zum Thema, seine Interessen, seine gesellschaftlichen Beziehungen usw.). Wichtig ist darauf zu achten, ein gemeinschaftlich erstelltes Positionspapier (und Zielsetzung inclusive eventueller Kompromissmöglichkeiten) zu erstellen. Dieser Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen, ist aber für die folgende Zeit sehr von Vorteil weil jeder weiß, woran  genau  er oder sie mitarbeitet.

 

Innerhalb der BI und in der Freizeit eines jeden / jeder ist es zielführend, sich umfassend  in das Thema  einzuarbeiten. Weiterführende Literatur,

Recherchen (bei online-Artikeln  Leserkommentare

lesen, denn die führen oft zu interessanten Quellen) und die Herstellung einer große Öffentlichkeit sind die Mittel der nächsten Stunden.

 

Wichtig ist auch die Tatsache, dass durch gemeinsam vertretene Interessen die vielleicht schon jahrzehntelang nachbahrschaftlich-authistisch nebeneinanderherlebenden Menschen wieder zusammen finden. Es ist an der Zeit, sich in solidarischen Gruppen zu organisieren- sei es, um gezielt Flüchtlingen zu helfen oder gegen eine geplante Unterkunft vorzugehen oder wasauchimmernochkommenwird.

 

Vergessen wir nicht die Erotik an der Sache! Ja, damit ist die sinnliche Erfahrung gemeint, die man macht, wenn man sich auf einen neuen, unbekannten Pfad begibt! Lernen durch gelebtes Leben, ein Stück Freiheit wagen sozusagen.

 

Zurück zu unserem Thema Flüchtlinge:

Seien wir uns darüber bewußt: Es ist gut, dass es zwei "Lager" (im folgenden plakativ gesprochen: Beführworter und Gegener) gibt, denn so ist allen Beteiligten geholfen:

Die Beführworter können sich ein Stück weit auf die Arbeit der Gegner verlassen, sodass es hoffentlich nicht zu einer durch Flüchtlingsmassen hervorgerufenen Eskalation kommt. Die Gegner

von Massenunterkünften können sich darauf verlassen, dass die Beführworter schon dafür sorgen, dass die von Flüchtlingen benötigte Hilfe auch geleistet wird.

Zwischen diesen beiden Polen bewegen wir uns, und es wäre schön, wenn wir uns nicht unnötig in die extremen Lager spalten lassen, sondern die Arbeit einer jeden Gruppe auch für unsere Ziele wertschätzend akzeptieren und Verbindung zueinander halten.

 

An dieser Stelle werden Links gelistet, die über interessante Ansätze berichten.


 

"In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer Du tun kannst oder wovon Du träumst, fang es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie." Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)